Nach Live-Übertragungen von Konzerten und Opern ins digitale Kino und dem Kurzfilm mit den Berliner Philharmonikern war es eine Frage der Zeit, bis auch das erste Klassik-Konzert in digitaler 3D-Technik gefilmt wurde.

Sony Classics bringt das Konzert des chinesischen Starpianisten Lang Lang aus dem Wiener Musikverein neben Audio-Auswertungen auch als Blu-ray heraus. Diese wird als Bonusfeature einzelne Ausschnitte des Konzerts in stereoskopischem 3D enthalten.

Der Stil des 1982 geborenen Pianisten zeichnet auch sein durch Mimik und Gestik expressiv unterstütztes Spiel aus. Neben seinem künstlerischen Handwerk gilt Lang Lang durchaus als Popstar, Selbstvermarkter und Medienjongleur. Der UNICEF-Botschafter spielte bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking und bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama in Oslo. Für den Internetvideo-Anbieter Youtube wurde er zum YouTube Symphony Orchestra- Botschafter und gab 2009 ein erfolgreiches Online-Konzert.

Die Blu-ray „Live in Vienna“ erscheint am 20. August 2010 im Handel. Mehr über Lang Lang gibt es auf MySpace oder seiner offiziellen Webseite.

Hier ein kurzer Einblick in das gefilmte Videomaterial des Vienna-Konzerts:

Der Kinomarkt positioniert sich neu- und die Entscheidungsfrage heißt nicht mehr ob Digital oder S3D. Beim Blick auf den kommenden Filmkalender und die 2D-Auswertungszahlen von 3D-Filmen sprechen die Zahlen für sich. Nach der ersten Erprobungszeit ist man im Hause Cineplex voll auf digitale Zukunft eingestimmt. Mit einem Investitionsvolumen von mehr als zehn Mio. € hat Cineplex bereits etwa einhundert Leinwände für digital und S3D ausgerüstet- und plant nun die Volldigitalisierung aller verbleibenden analogen 450 Leinwände mit dem Umrüstungspartner XDC. Doch dieses Entgegenkommen an die Verleiher beim gleichzeitigem Fehlen eines Finanzierungsmodells für die gesamte Kinobranche bringt auch ein gewisses Risiko mit sich – einzelne Verleiher versuchen immer wieder die Auswertungsfenster zu Lasten der Kinos zu verkürzen, um die Filme schneller in den Pay-TV-Markt oder als Datenträger in den Handel zu bringen.

Die Position der Cineplex-Gruppe wurde nun in einer Pressemitteilung kundgetan. In dieser heißt es wörtlich:

Die 35 Gesellschafter von Cineplex Deutschland, der zweitgrößten Formation auf dem deutschen Kinomarkt, sind mit etwa 100 3D Anlagen führend. Mit einer Investition von mehr als zehn Mio. € hat Cineplex maßgeblich dazu beigetragen, dass in den zurückliegenden zwölf Monaten zahlreiche 3D Titel sehr erfolgreich ausgewertet werden konnten. Im Hinblick auf die weitere Digitalisierung des gesamten Kinoparks von insgesamt 450 Leinwänden hat Cineplex, nach dem offenbaren Scheitern eines Branchengeschäftsmodells, seine Bemühungen für eine alternative Finanzierungsform abgeschlossen. Nach intensiven Verhandlungen für Branchenmodelle und individuelle Lösungen
haben die Cineplex-Gesellschafter am 7. Juli 2010 beschlossen, mit XDC zunächst einen Letter of Intent zu unterzeichnen. Diesem Schritt zur vollständigen Systemumstellung liegt die feste Überzeugung zu Grunde, dass der Film auf der großen Leinwand auch in Zukunft ein einzigartiges
Erlebnis für die Kinobesucher darstellen wird.

Cineplex folgt damit auch der Empfehlung aller großen Filmverleiher, sich für die Digitalisierung mit einem Drittpartner vertraglich zu verpflichten. Umso irritierender wirken die Signale, die derzeit von der Verleihbranche und der Filmpolitik ausgehen. Angesichts der noch ausstehenden
Digitalisierungskosten für Cineplex in Millionenhöhe sowie dauerhaft höheren Betriebskosten, für die die Cineplex-Gesellschafter haften, muss der Erhalt des Geschäftsmodells Kino gewährleistet sein. Dieses Modell setzt darauf, dass ein Wille bei allen Marktteilnehmern erkennbar wird, der die exklusive Auswertung von Kinofilmen für wenigstens vier Monate sicherstellt. Bei einer weiteren Verkürzung des Auswertungsfensters oder gar dessen kompletter Abschaffung, die von manchen Verleihern sogar noch mit einer Erhöhung der Filmmiete einhergehen soll, wird nicht nur die erfolgreiche Auswertung von Kinofilmen untergraben, sondern auch die davon profitierenden, nachgelagerten Auswertungsmedien. Für Cineplex entsteht damit der Eindruck, dass die Filmverleiher kein Interesse mehr an der Digitalisierung der Kinos haben, wenn sie zu einem Zeitpunkt, von dem die flächendeckende Digitalisierung von der individuellen Risikobereitschaft der Kinos abhängt, der wirtschaftlich notwendigen Kinoexklusivität eine Absage erteilen. Die Forderung von Disney-Geschäftsführer Thomas Menne und Constantin-Vorstand Martin Moszkowicz nach einer Fensterverkürzung bis hin zu einem zeitgleichen Start von Kino und PayTV auf dem Filmwirtschaftsgipfel in Berlin lassen nur diesen Schluss zu.

Vor diesem Hintergrund stellt sich für viele Gesellschafter von Cineplex die Frage, ob eine Investition in die Digitalisierung zukunftssicher ist oder vielmehr ein existenzbedrohendes Risiko darstellt. Auch die Entscheidung von Filmpolitik und FFA, sogenannte Marktkinos erst dann finanziell zu unterstützen, wenn alle – also auch die letzten – Vorbehaltszahlungen und Verfahren zurückgenommen worden sind, bei gleichzeitiger Förderung der sogenannten Kriterienkinos, stellt ein weiteres Hemmnis zur Digitalisierung sowie zudem einen eklatanten Eingriff in die Wettbewerbsverhältnisse innerhalb der Kinobranche dar.
„Aus diesem Grund appellieren wir an die Filmverleiher und die Politik, das ihre zu tun, um uns in unseren Bemühungen zu unterstützen, die technisch notwendige Erneuerung zu stemmen. Wir sind nicht gewillt, derartige wirtschaftliche Risiken einzugehen, um dem Verleih zu signifikanten Einsparungen zu verhelfen, wenn dieser gleichzeitig uns die Geschäftsbasis entzieht,“ fasst Geschäftsführer Kim Ludolf Koch die Stimmung zusammen. „Vor allem erwarten wir von unseren Verleihpartnern daher ein eindeutiges Commitment zur Beibehaltung des Auswertungsfensters und vom Gesetzgeber eine Fensterfixierung auf sechs Monate bei geförderten Filmen. Wir werden mit allen Mitteln dafür kämpfen, dass die Geschäftsgrundlage für unsere Kinos bestehen bleibt“.

Nach der Kinopolis wartet auch die Cineplex-Gruppe nicht mehr auf politische Lösungen für eine Volldigitalisierung- und verschafft sich so einen deutlich besseren Ausgangspunkt für das Fortbestehen ihrer Häuser. Bleibt zu hoffen, dass die Early Adaptor nicht ihren Mut durch politische Weichenstellung oder strategisches Kalkül nachträglich teuer bezahlen. Das wäre ein großer Vertrauensbruch für die gesamte Branche.

Die European Film Academy EFA vereint nicht nur über 2.000 europäische Filmschaffende mit dem gemeinsamen Ziel, die Filmkultur Europas zu fördern, sondern bietet auch hervorragende Weiterbildungen in Form der Master Classes an. Experten ihres Fachgebietes trainieren innerhalb einer Woche theoretisch und vor allem praktisch Filmschaffende aus ganz Europa. Heute startet in Berlin die Master Class mit dem erfahrenen französischen 3D-Pionier Alain Derobe: Stereoscopic Storytelling – Creating Stories and Images for 3D Film.

Die Produktion eines Live-Action-3D-Films ist nicht nur ein aufwändiger technischer Prozess. Unerlässlich ist das Verständnis der noch für viele ungewohnten 3D-Technik und ihren Besonderheiten- für sämtliche Gewerke. Nur wenn die Technik beherrscht wird, kann sich eine einzigartige und spannende Bildsprache entwickeln. Und nur dann lässt sich mit der dritten Dimension eine nachhaltige narrative Bedeutung für die Zukunft des Kinos entwickeln.

Die EFA-Master Class 2010 widmet sich dem Thema Steroscopic Storytelling in der Form eines multidisziplinären Workshops, der sich an Regisseure, Kameraleute, Set Designer, Cutter, Drehbuchautoren und Produzenten richtet. Mit Alain Derobe konnte einer der führenden europäischen 3D-Experten gewonnen werden, der in einem auf sieben Tage komprimierten Workshop in einer Mischung aus Group Sessions, Screenings, Case Studies und Lectures den Filmemachern das Erzählen in S3D näher bringt. Der Fokus liegt aber deutlich auf hands-on exercises, so wundert es nicht, dass der Workshop bei, Postproduktionshaus Das Werk stattfindet.

Alain Derobe mit Wim Wenders

Alain Derobe mit Wim Wenders

Alain Derobe über S3D und die Master Class:

“Stereo 3D is a specific language and my main aim is to explain how it works. Can we operate the same way we do with traditional work? There are so many different opinions about this! We need to find the correct path and above all the fundaments of 3D pictures and stories. We will start with an analysis of what the audience can see on the screen during a good 3D picture screening. Then, we will understand how the human brain reconstructs depth with these double flat pictures. Stereo 3D is made to be seen by the human visual system and it is the only one that can teach us how to “represent” reality on a screen. Afterwards, we will be able to easily understand the rules for telling convincing stories in good stereo 3D. With the help of other 3D specialists, we will experiment with the logic of different equipment, we will show how to take pictures, how to edit and how to adjust them for screening.”

Alain Derobe hat im April die Dreharbeiten mit Wim Wenders am 3D-Tanzfilm PINA abgeschlossen. – ein spannendes und mutiges Projekt, gemeinsame ist der erste 3D-Arthaus-Film entstanden, der sich derzeit in der Postproduktion befindet. Unterstützt wird Derobe von Florian Maier, der als 3D-Consultant tätig ist und gemeinsam mit Derobe das berühmte P+S-3D-Rig entwickelte.

Ich freue mich sehr, dass die EFA sich dem Thema Stereoscopic Storytellings angenommen hat. Nach der 3D-Technik geht es nun endlich um die Umsetzung für neue Inhalte jenseits des Hollywood-Mainstreams. Es ist an der Zeit nicht mehr über das „ob“ zu diskutieren, sondern S3D als kreatives Werkzeug für seine Filmprojekte zu entdecken und einzusetzen. Mit Derobe und Maier bietet die EFA erstklassige Lehrer. Auch wenn das Erlernen von S3D innerhalb einer Woche sehr viel Aufnahmefähigkeit der Teilnehmer voraussetzt, bin ich mir sicher, dass wir in den nächsten Jahren einige Früchte dieses Workshops auf der großen Leinwand sehen werden. Natürlich in 3D.

Bilder © EFA · Alle Rechte vorbehalten.

Weiterhin ist der Spitzenreiter der deutschen Kinocharts grün und dreidimensional. Der vierte Teil der Oger-Franchise „Für immer Shrek“ konnte auch an diesem Wochenende dem heißen Wetter und dem Fußball-WM-Endspiel trotzen. Mit rund 256.000 verkauften Eintrittskarten ist der letzte Teil der Oger-Saga klarer Favorit an der Kinokasse. Mit einem gesamten Einspiel von 5.678.422 € entert Shrek 4 in dieser Woche die Top 15 der deutschen Allzeit-S3D-Film-Kinocharts- und wird in den nächsten Wochen sicherlich noch ein paar Plätze aufholen. Deutlich wird das Kräfteverhältnis 2S versus 3D: In 407 3D-Kinos wurden 185.000 Besucher erreicht, in 508 2D-Kinos lediglich 70.000 Tickets verkauft. Das ist ein Kopienschnitt von 455 für jede 3D-Kopie gegenüber 138 für die flache Fassung. Plastischer muss ich nicht werden, oder?

Bild © Paramount · Alle Rechte vorbehalten.

In satten 3.475 Kinos und auf 5.200 Leinwänden startete der neue CGI-Animationsfilm von Universal Pictures an diesen Wochenende in den US-Kinos. Und Villain Gru stiehlt sich mit einem Einspiel von 60,1 Mio Dollar problemlos durch Zuschauergunst und 3D-Zuschlag auf die Spitzenposition der US-Kinocharts. Und einmal im Vergleich betont- es war der zweitbeste Start eines Non-Pixar-Animationsfilms nach DreamWorks Kung Fu Panda, der allerdings mit 60,2 Mio Dollar nur eine Handkante Vorsprung hatte.

Aber: der 3D-Zúschlag spielt eine zunehmend geringere Rolle beim Einspielergebnis. Während Filme wie Monsters vs. Aliens noch einen 3D-Anteil von über 56% hatten, sahen rund 45% der amerikanischen Filmfans Despicable Me auf einer stereoskopischen Leinwand.

Laut Umfragen von Universal zielt der Film vor allem auf Kinder und Eltern, das positive Feedback wird noch Empfehlungs-Besuche nach sich ziehen.

Nach Dreamworks Shrek forever after und Pixars Toy Story 3 ist „Despicable me“ der dritte CGI-Family-Entertainment des Sommers, der in stereoskopischem 3D auf den US-Leinwänden läuft. Im Gegensatz zu Toy Story und Shrek kann Despicable me kein Franchise bedienen, sondern muss seine Inhalte noch dem Publikum mitteilen. Grundsätzlich ist der Wettkampf zweier Superhelden nicht allzu neu, der ehemalige Präsident von Fox Animation, Chris Meledandri, bringt diese Illumination Entertainment-Produktion aber rechtzeitig vor der Schurkengeschichte MegaMind von Dreamworks in die Kinos.

Der Oberschurke Gru, im Original gesprochen von Comedien Steve Carell, plant zwar den größten Coup der Diebeswelt, verschwindet aber in allen Marketing-Aktionen hinter seinen kleinen gelben Helfern, den Minions. Die bebrillten Latzhosen-Träger kalauern sich in Eigensprech-Ghibberisch durch sämtliche Werbeformate und positionieren den Film in einer deutlich komödianterischeren Ecke als der Plot um die drei Waisenkinder und das Duell der Superschurken.

Wir werden sicherlich auch noch die eine oder andere Aktion der Minions erleben, da wir uns bis zum deutschen Filmstart noch bis zum 20. September 2010 gedulden müssen, wenn der Film unter dem Titel „ICH – Einfach unverbesserlich“ in den deutschen 3D-Kinos startet.

Dir Fortsetzung der Spielzeug-Saga Toy Story 3 erreichte auf Platz vier ein Einspiel von rund 22 Mio Dollar, das ist ein schmales Minus von 27%. Mit einem gesamten Einspiel von rund 340 Mio Dollar, hat TS3 den Disney-Titel „Alice im Wunderland“, ebenfalls in 3D, als erfolgreichster Film des Jahres 2010 in den USA überholt. Und hat soeben „Finding Nemo“ als umsatzstärksten Pixarfilm in den USA abgelöst.

Die in S3D konvertierte „Die Legende von Aang“ fiel mit einen Minus von über 57% auf Platz fünf der Kinocharts, in Summe hat er die 100 Mio Dollar-Grenze überschritten, was bisher nur vier der acht Film von M. Night Shyamalan in den USA gelungen ist.

Bild © Universal Pictures · Alle Rechte vorbehalten.
Quelle: BoxOfficeMojo

Nachdem ich schon gestern mit Schildkröterich Sammy eine Runde im kühlen Nass drehen durfte, legen wir heute nochmal einen kühlen See nach.

Dieser Meeresschildkröterich Sammy hat es faustdick unter dem Panzer. Schon kurz nach seiner Geburt rettet er nicht nur sich, sondern auch die süße Shelly vor einer angriffslustigen Möwe. Keine Frage, Shelly und er gehören ab nun für immer zusammen! Dumm nur, dass sie direkt wieder voneinander getrennt werden, und die Ozeane so riesig sind. Doch Sammy hofft, seine geliebte Shelly eines Tages wieder zu finden, und schwimmt los. Dabei freundet er sich mit der coolen Schildkröte Ray an, die für eine leckere Qualle alles andere vergisst. Auch Krake Slim und Katze Fluffy begleiten ihn auf seiner abenteuerlichen Suche um die Welt, bei der er auch eine geheimnisvolle Passage finden muss…

Ob er die Passage findet und es ein Wiedersehen mit Shelly gibt, könnt ihr im Spielfilm „Sammys Abenteuer – Die Suche nach der geheimen Passage“ ab dem 28. Oktober in den deutschen 3D-Kinos sehen.

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Es ist heiß. Die 3D-Brillen schmelzen bei diesen Temperaturen trotz klimatisiertem Kino wie das Eis in Kindeshand auf dem Nachbarsitz. Da gibt es nur eine Lösung: HITZEFREI.

Ich geh mit dem Schildkröten-Helden Sammy ne Runde ins Wasser. Ich werde erfrischt, Sammy zur Chill-Kröte. Bevor er dann ab dem 28. Oktober mit dem Film „Sammys Abenteuer“ eine Reise rund um die Weltmeere – und natürlich die Welt-3D-Kinos- antritt.

So, ab ins Wasser!

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Erstmals ist ein Kurzfilm in handgezeichnetem 2D und computergeneriertem 3D zu sehen- und zwar gleichzeitig und in stereoskopischem 3D. Pixars Animations-Kurzfilm „Day&Night“ von Regisseur Teddy Newton läuft als Vorfilm vor „Toy Story 3“ ab dem 29.07.2010 auf den 3D-Leinwänden. Nun wurde Day&Night von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet.

Tatsächlich sind Tag und Nacht so unterschiedlich wie nur möglich. So reflektieren sie in diesem Kurzfilm unterschiedliche Zeiten der gleichen Orte: Wo Schmetterlinge fliegen und sich Bikinischönheiten am Strand sonnen, flimmern am nächtlichen Himmel Feuerwerk und die Bilder des Autokinos. Aus einer anfänglich misstrauischen Begegnung der beiden wird ein erbitterter Wettstreit um die tollsten Attraktionen der jeweiligen Tages- bzw. Nachtzeit, der jedoch in einer versöhnlichen Freundschaft mündet. In seiner Kürze steht der Vorfilm zu TOY STORY 3 seinem Kollegen in Sachen bunter Effekte, liebevoller Details und technischer Souveränität in nichts nach. Die Pixarstudios haben in ihrem ausgefeilten Shorty die Möglichkeiten der Kombination von 2D- und 3D-Effekten mit viel Fantasie, universeller Bildsprache und hohem Schauwert ausgelotet. Heraus kam eine muntere Revue von Nachtleben und Sonnenseiten – im amerikanischen Retrolook der 50er Jahre, mit viel Tempo und swingender Musik.

Die vollständige Jurybegründung lautet:

„Lady Sunshine and Mister Moon” – Connie Froboess war in ihrem Schlager einst überzeugt, dass sie sich nie begegnen würden. In diesem Pixar-Kurzfilm aber treffen Tag und Nacht (geschlechtsneutral) zusammen – und sind zunächst einmal erschrocken. Der Tag ist ein heiteres Kerlchen mit sonnigem Gemüt, während die Nacht ein eher düsterer Charakter ist. Beide beäugen sich erst einmal argwöhnisch, doch als sie sich besser kennen lernen und die einzigartigen Qualitäten des anderen erkennen, stellen sie fest, dass sie lediglich einen unterschiedlichen Ausblick auf ein und dieselbe Welt haben. Ihre Freundschaft eröffnet Tag und Nacht eine ganz neue Perspektive.

Bei jedem neuen Pixar-Langfilm, der in die Kinos kommt, freuen sich die Fans weltweit auf den „Shortie“, der traditionell vorgeschaltet ist. Die Erwartungen an den neuen Pixar-Kurzfilm, der vor TOY STORY 3 gezeigt werden soll, sind dementsprechend hoch. Überraschenderweise sind die Charaktere Tag und Nacht hier in 2D-Zeichentrick animiert. Nur ihr Inneres, das die Geschehnisse während des Tages oder der Nacht charakterisiert, ist in 3D gestaltet. Der eigentliche Pixar-Film spielt sich quasi im Körper der Protagonisten ab. Dabei ist der Film optisch (von Teddy Newton) und akustisch (von Michael Giacchino) voller schöner Einfälle.

Jede Sekunde birgt eine neue Idee, die überrascht und erfreut. Außerdem hat der Film eine positive Botschaft. Er öffnet die Augen für das Neue und Unbekannte und zeigt, dass man sich nicht fürchten muss, sondern dass die rätselhaften Dinge mitunter die schönsten sind.

Die Auszeichnungen mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ sind ja für Pixar-Filme beinahe Standard. Und sicherlich eine weitere Motivation, sich mit einer Kinokarte ab dem 29.Juli gleich zwei ausgezeichnete Filme anzusehen.

Bild © Disney/Pixar  · Alle Rechte vorbehalten.

Liebe Leser,

es gilt mal wieder die Forschung für Bild und Ton zu unterstützen! Eine Doktorandin der TU sucht noch einen breite Masse von freiwilligen Versuchspersonen für ihre empirische Studie zur „audiovisuellen Synchronitätswahrnehmung“. Berta sucht hilfsbereite Versuchspersonen, die sich zwei Filmsequenzen mit verschiedenen Bild-Ton-Verhältnissen ansehen und einschätzen, ob die Filmsequenz für sich hinsichtlich Video und Ton synchron oder asynchron ist. Der Test dauert ungefähr 60 Minuten und findet in der TU Berlin im Tonstudio statt.

Für valide Ergebnisse werden 182 Versuchspersonen gebraucht- wer also den Aufruf an Freunde, Familienangehörige, Mitbewohner, Bekannte und Arbeitskollegen aus Berlin weiterleiten will, darf das natürlich gerne tun!

Bei Interesse schreibt ihr einfach eine Email an berta.heide(at)gmail.com oder ruft sie direkt unter Telefon 015772926666 an.

Ich habe an einer ähnlichen Untersuchung von Berta bereits bei ihrer Diplomarbeit teilgenommen, und fand es sehr interessant. Spaß hat es auch noch gemacht.

Und wer jetzt noch zweifelt: es gibt auch Kekse!

Hier sind noch Antworten auf eventuell auftretende Fragen:

  • Was: audiovisuelle Synchronitätswahrnehmung an 2 Filmsequenzen
  • Wie: ca. 60 Minuten Fernsehen und dann Bild-Ton-Verhältnis auf einem Fragebogen einschätzen
  • Wann: zunächst zwischen 16.08.-30.09.2010, 7.00-23.30 Uhr, aber weitere Termine können eingerichtet werden
  • Wo: TU Berlin Tonstudio, EN Gebäude, 3. Stock, EN322 Stadtplan (mittig oben ist das EN Gebäude zu sehen)

Ich habe versprochen, dass meine Leser aktiv, forschungsinteressiert und engagiert sind. Also: Anrufen. Mitmachen. Danke.

Die Welt ist um eine Attraktion reicher. Nach der durch Feuer zerstörten Animatronik-Fassung des King Kong-Rides eröffneten die Universal Studios in Hollywood gestern offiziell die neue King Kong-Attraktion mit dem Titel King Kong 360 3-D. Und Regisseur des Kinofilms und des Rides Peter Jackson bietet den Besuchern ein bisher ungesehenes immersives Rundum-3D-Actionspektakel mit fauchenden Dinos, ekligen Spinnen und brüllendem Gorilla. Neben der stereoskopischen 3D-Projektion werden auch Effekte wie Bewegung der Tram, sprühendes Wasser, gerichtete Luft und Geruch eingesetzt- es ist also eher ein 4D-Kino-Erlebnis.

Mit einer S3D-Brille ausgerüstet fahren die Besucher der Universal Studio-Tour vorbei an einer ramponierten rauchenden Tram in eine dunkle Soundstage, wo sie direkt in Peter Jacksons Vision von Skull Island landen. Dort haben prähistorische Tiere überlebt. So wundert es nicht, dass Raptoren, ein paar T-Rexe, Riesenspinnen und natürlich King Kong persönlich in unglaublicher Größe die den Dschungel von Skull Island bevölkern.

Die CGI-Filmsequenzen wurden extra für diese Attraktion angefertigt, sie sind also kein Footage-Material aus Jacksons Kinofilm. Aber natürlich arbeitete die SFX-Firma WETA Digital mit dem gleichen Design von Jacksons Remake aus dem Jahr 2005. Die Attraktion hat eine Bespieldauer von 2,5 Minuten. Kurz, aber beeindruckend. Natürlich hat man überlegt die mechanische Version des Kong-Rides als eines der Wahrzeichen der Universal Studio-Tours wieder aufzubauen. Doch hat man sich für eine moderne und zukunftsweisende Form entschieden, obwohl sie mehr als das sechsfache der Kosten gegenüber einem Wiederaufbau benötigte.

Die Fakten sind so gigantisch wie der Riesenaffe selbst: King Kong 360 3-D bespielt die weltweit größte jemals produzierte 3D-Projektion. Dafür werden zwei gekrümmte Leinwände mit stereoskopischem 3D-Bildmaterial bespielt. Dafür sind natürlich eine Vielzahl von Projektoren erforderlich, die ein nahtlos zusammengefügtes Bild auf jede der zwei 57 Meter langen und über 12 Meter hohen Leinwände bringt. 684 Quadratmeter geballtes 3D-Erlebniskino auf jeder Seite der Studio-Tram. Sprünge der dreidimensionale King Kong von der Leinwand, wäre er über 9 m hoch, 6 m breit und 4,5 m tief- ein Gorilla dieser Ausmaße wöge kuschelige 3000 Kilo.

Auch die Zeiten der vierundzwanzig Bilder pro Sekunde sind vorbei. Wie Wim Wenders auf dem Internationaler Filmkongress 2010 in Nordrhein Westfalen berichtete, hätte er sich für die Dreharbeiten des 3D-Tanzfilmes PINA ebenfalls eine höhere Bildrate gewünscht, um die Bewegungen der Tänzer im Film noch fließender abzubilden. Gleiches hatte sich schon James Cameron für AVATAR gewünscht, doch scheiterte dies am Ausrüstungsstandard der Kinos und im Falle AVATAR auch am verdoppelten Postproduktionsaufwand. Die am Blockbuster maßgeblich beteiligte WETA Digital hat für King Kong 360 3-D nun sechzehn Ultra-High-Definition-Projektoren mit einer Framerate von 60 Frames pro Sekunde eingesetzt. Flüssiger kam bisher kein Filmaffe auf die Besucher zugestürmt!

Im Vorfeld der Eröffnung gab es natürlich einiges an Promotion. Ein Teaser kündigte bereits im Frühjahr das Ereignis an:

Der Fernsehsender NBC hat ein Featurette zur Attraktion „The Making of King Kong 360 3-D“ produziert, welches man in vier Teilen auf Youtube sehen kann. Sie geben einen exklusiven Behind-the-Scenes-Einblick in die neue Attraktion. Teil 1 folgt der Geschichte von King Kong, seinem Vermächtnis an das Universal Studio und beantwortet, was Peter Jackson inspirierte seinen erfolgreichen Blockbuster in einen Themepark-Ride zu verwandeln. Hier der erste Teil des Featurettes:

Teil zwei folgt sogleich und gibt einen Einblick in die Storyline und das Creature-Design von King Kong 360 3-D:

Der dritte Teil des Featurettes zeigt die Arbeit der Digital Effects Magier von WETA digital und dem Soundteam der Park Road Post Production, die ihr Können bereits für den Kinofilm 2005 unter Beweis stellten:

Leider wurde der vierte Teil des Featurettes noch immer nicht online gestellt, sobald er veröffentlicht ist, wird er natürlich nachgereicht.

Für die Technikinteressierten habe ich hier noch einen exklusiven Einblick auf die beeindruckende Projektionstechnik:

Und zu guter letzt kommt natürlich auch Regisseur Peter Jackson in einem Interviewclip zu Wort:

Mehr Informationen über King Kong 360 3-D gibt es auf der offiziellen Webseite der Universal Studios Hollywood.

Wer es denn gar nicht aushalten kann, sei ein Bootleg-Video der Attraktion empfohlen, von denen es mittlerweile diverse auf Youtube und Co gibt. Natürlich geben sie nur eine Idee der Handlung, da man 3D-Film nicht sinnvoll abfilmen kann und zumal die Aktionen auf beiden Seiten passieren. Und von den Sensorichen und geruhseffekten bekommt man natürlich- oder zum Glück? auch nichts mit.  Es geht nur um die Idee, erleben lässt sich King Kong 360 3-D ausschließlich in der Traumfabrik Hollywood vor Ort.

Ich packe meinen Koffer. 13 Stunden Flug für 2,5 Minuten King Kong 360 3-D-Experience sind es wert. 🙂

Bilder © Universal Studios · Alle Rechte vorbehalten.