Absolute Empfehlung: Wim Wenders’ 3D-Tanzfilm PINA erscheint heute als Blu-ray 3D mit umfangreichen S3D-Bonusmaterial

30. Sep 2011 0 Kommentare von

Ich gebe es zu: ich bin befangen. PINA hat mich in den letzten 1,5 Jahren meines Lebens vielfältig begleitet. Mir Perspektiven eröffnet, fantastische Einblicke beschert. Mich mit wunderbaren visionären und leidenschaftlichen Menschen zusammengeführt. Und ich durfte mit meiner Arbeit einen kleinen Beitrag an diesem fantastischen Projekt leisten. Insofern kann ich PINA natürlich nur empfehlen.

Aber es ist viel mehr, wie man öffentlich in den  fantastischen, liebevollen Kommentaren im Gästebuch, auf Facebook, Twitter, Youtube und Vimeo lesen kann. PINA fasziniert, betört, verändert. PINA ist ein untypischer Dokumentarfilm, ein untypischer Tanzfilm, ein untypischer Wenders, ein untypischer 3D-Film. Er war ein echtes Wagnis in der Produktion und Verleih. Und doch gibt der Erfolg von über 450.000 Besuchern in Deutschland, den Festival-Anfragen und den ganzen Auszeichnungen ein gutes Gefühl: hier hat man etwas Richtiges und Wichtiges geschaffen. Einen 3D-Meilenstein, nicht nur als deutsche Produktion, sondern auch als 3D-Arthaus-Film, als Dokumentation der Tanzkunst der verstorbenen Choreografin Pina Bausch.

Nach der Weltpremiere im Wettbewerb der 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin Welturaufführung (außer Konkurrenz) folgte der Deutsche Filmpreis 2011 in der Kategorie Bester Dokumentarfilm, der Deutsche Dokumentarfilmpreis 2011, Gilde-Filmpreis 2011 als bester Dokumentarfilm auf der Filmkunstmesse Leipzig, sowie 3D-Branchen-Auszeichnungen wie auf dem Dimension 3 Festival 2011 – Grand Prize Seine-Saint-Denis Prize, 3D Beyond Festival Karlsruhe 2011 oder dem 3D-Innovationaward als bester Dokumentarfilm vom Zukunftskongress Forward2Business in Zusammenarbeit mit dem 3D-Innovationszentrum Berlin. Ein weiterer Höhepunkt: PINA wurde Anfang September als deutscher Beitrag für die Oscar® -Nominierung 2011 als bester nicht-englischsprachiger abendfüllender Kinofilm ausgewählt.

PINA läuft auch nach sieben Monaten Spielzeit weiterhin in den deutschen 3D-Kinos, man kann kaum genug davon bekommen. Ein kleines Surrogat: die DVD, Blu-ray und Deluxe 3D-Blu-ray von PINA sind ab heute im Handel erhältlich. Und die Deluxe-Edition mit drei Blu-rays bringt nicht nur die 2D- und 3D-Fassungen mit, sondern auch eine umfangreiche Bonus-Disc mit zusätzlichem stereoskopischen Material, wie das MakingOf in 3D und etwa 40 Minuten Deleted Scenes mit weiteren Tanzszenen, die natürlich ebenfalls in 3D vorliegen. Ein echtes Muss für alle PINA-Fans!

Foto: Donata Wenders, 2009

Das exklusive, von Wim Wenders kommentierte 3D Making-Of ist als eines der ersten Making-Ofs auch tatsächlich in authentischem 3D gedreht. Es ist in einzelne, mit einem liebevollen szenischen Rahmen und fantasievollen Zwischenüberschriften kenntlich gemachte Kapitel unterteilt:

  • Kapitel 1, das „Café Müller Kapitel“, erzählt von dem Kreis, der sich für Wim Wenders speziell mit diesem Stück schloss. Es war das erste Stück, das Wenders über 20 Jahre zuvor von Pina Bausch gesehen hatte, das ihn vollkommen überrascht und begeistert hatte, und das er nun, nach dem plötzlichen Tod von Pina Bausch im Sommer 2009, nachdem er 3D als angemessene filmische Form für ihre Kunst entdeckt hatte, ohne sie drehen musste. Das Kapitel liefert auch erste Details über das Drehen mit 3 D und die spezielle Konstruktion der für PINA benutzen 3D Kameras.
  • In Kapitel 2, „Eintritt in die dritte Dimension“, berichtet Wenders anhand der Dreharbeiten des Stücks „Le Sacre du Printemps“ und verschiedener Proben von seiner Entdeckung der dritten Dimension für die Darstellung der Tanzkunst von Pina Bausch und den glücklichen Fügungen, dass er für die Arbeit an diesem filmischen Neuland zwei Pioniere und Koryphäen des 3D für sich gewinnen konnte: Francois Garnier als 3D Supervisor und Alain Derobe als Stereographen. Das Kapitel erzählt auch von der Präzision, mit der die Kamerabewegungen auf die Bewegungen der Tänzer abgestimmt wurden, von der Aufregung des Filmteams, zum ersten Mal „live“ im Rahmen einer Aufführung mit Publikum zu drehen und von dem Volumen und der Plastizität, die ein Körper – hier der von Dominique Mercy in einem Solo – auf der Leinwand bekommen kann, wenn er in 3D gefilmt wird.
  • Kapitel 3, „Vollmond über Wuppertal“ mit Making-Of Sequenzen von „Vollmond“, stellt den Bühnenbildner und Art Director Peter Pabst vor, zeigt die ersten Versuche, mit einer beweglichen Steadycam Kamera in 3D zu filmen und berichtet, wie sich die fulminanten Bewegungen der Tänzer mit Unmengen von Wasser auf der Bühne mit den empfindlichen 3D Kameras vertragen haben.
  • In Kapitel 4 geht es um die „drei Generationen von Kontakthof“, dem Stück, das Pina Bausch im Lauf der Jahre nicht nur mit dem festen Ensemble des Tanztheater Wuppertal inszeniert hat, sondern auch mit einer Besetzung aus Damen und Herren über 65 und mit einer Besetzung aus Teenagern.
  • Kapitel 5, „getanzte Antworten“ verlässt den Bühnenraum der einzelnen Stücke und zeigt anhand der Dreharbeiten verschiedener Soloauftritte der Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles in der Stadt und in der Umgebung von Wuppertal, welche getanzten Antworten sie geben auf die Fragen von Wim Wenders nach ihren Erfahrungen mit Pina Bausch.
  • „Deleted Scenes“ berichtet über die künstlerischen Entscheidungen, die im Schneideraum fallen. Wim Wenders stellt Sequenzen aus „Kontakthof“ und Soloauftritte der Tänzerinnen und Tänzer des Ensemble des Tanztheater Wuppertal vor, die nicht in die finale Schnittfassung des Films hineingenommen werden konnten. Wenders stellt die einzelnen Soli und Szenen vor und erläutert die jeweiligen Gründe, warum diese Sequenzen nicht im fertigen Film zu sehen sind.
  • Ein Interview mit Wim Wenders bietet O-Ton des Regisseurs in einem gefilmten Interview, in dem er nicht nur im Audiokommentar zu hören, sondern auch zu sehen ist. Er spricht über die Entstehung des Films, über den Tod von Pina Bausch und den sofortigen Abbruch der Drehvorbereitungen, über das Drehen ohne Pina Bausch, über kreative Herausforderungen und Stolpersteine, über das Drehen mit 3D und über die Frage, ob Pina Bausch der fertige Film gefallen hätte.
  • Die Pressekonferenz aus Anlass der Welturaufführung von PINA im Rahmen des Wettbewerbs (außer Konkurrenz) der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2011 ist eine 1:1 Aufnahme vom 13. Februar 2011 mit dem Panel Peter Pabst (Bühnenbildner des Tanztheater Wuppertal und Art Director des Films), Robert Sturm (künstlerischer Direktor des Tanztheaters und künstlerischer Berater des Films), Barbara Kaufmann (Tänzerin), Wim Wenders (Regie, Drehbuch, Produktion), Julie Shanahan (Tänzerin), Gian-Piero Ringel (Produzent) und Josef Schnelle (Moderation).
  • Das Kapitel Roter Teppich zeigt den zahlenmäßig sicherlich größten und beeindruckendsten Auftritt eines Filmteams in der Geschichte der Berlinale, als sich am 13. Februar 2011 21 festlich gekleidete Ensemblemitglieder des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und Mitarbeiter des Theaters und des Filmteams zur Welturaufführung Fotografen, Kamerateams und Fans präsentierten. Ehrengäste der festlichen Premiere im Berlinale Palast waren an diesem Abend Bundespräsident Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Kurzinhalt: PINA ist ein Film für Pina Bausch von Wim Wenders mit den noch gemeinsam mit ihr ausgesuchten Choreographien „Le Sacre du Printemps“, „Vollmond“, „Café Müller“ und „Kontakthof“, mit sparsam eingesetzten Bildern und Tondokumenten aus ihrem Leben. Und mit den im Frühjahr 2010 für die 3D Kamera in und um Wuppertal getanzten, individuellen Erinnerungen der einzelnen Ensemblemitglieder des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch an den genauen, kritischen und liebevollen Blick ihrer großen Mentorin.

Wim Wenders und Pina Bausch hat in über 20 Jahren ihrer persönlichen Freundschaft die Idee eines gemeinsamen Tanzfilms nie losgelassen. Aber erst mit den neuesten Möglichkeiten digitaler 3D Technologie fand Wim Wenders die ästhetischen Ausdrucksmittel, um die emotionale Ausdruckskraft von Pina Bauschs innovativem Tanztheater auf die Kinoleinwand zu bringen. Erst jetzt ist die Dimension des Raums im Kino angekommen und gestaltbar, die Dimension, in der Bewegung und Tanz ursächlich stattfinden, und in die das neue 3D Kino den Zuschauer nun auf eine sinnliche Entdeckungsreise mitnehmen kann.

Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite des Films und auf der PINA-Facebook-Fanpage.

 

PINA ist in diesen drei Editionen erhältlich:

DVD Single Disc
Inhalt: - Hauptfilm- Audiokommentar- Kinotrailer- TV Spots
Ton: DD 5.1
Sprachen: Deutsch (teilweise fremdsprachig mit deutschen Untertiteln)
Bild: 16:9 (1:1,85)
Länge: ca. 99 Min
2 Blu-ray™ Discs
Inhalt: - Hauptfilm in 3D und 2D- Behind the Scenes- Audiokommentar von Wim Wenders- Kinotrailer in 3D und 2D- TV Spots
Ton: DTS HD Master 5.1
Sprachen: Deutsch (teilweise fremdsprachig mit deutschen Untertiteln)
Bild 16:9 (1:1,85) / HD1080
Länge: ca. 103 Min
3 Blu-ray™ Discs im Digipack + Digibox
Inhalt: - Hauptfilm in 3D und 2D- Making of in 3D und 2D- Deleted Scenes in 3D und 2D (Ca. 40 Min)- Audiokommentar von Wim Wenders- Wim Wenders über PINA- Pressekonferenz Berlinale 2011- Berlinale 2011 – Impressionen vom roten Teppich

- Kinotrailer in 3D und 2D

- TV Spots

- Bildergalerie

- Booklet mit vielen Hintergrund-informationen, Poster & Postkarten

Ton: DTS HD Master 5.1
Sprachen: Deutsch (teilweise fremdsprachig mit deutschen Untertiteln)
Bild 16:9 (1:1,85) / HD1080
Länge: ca. 103 Min
Blu-ray 3D

Der Verfasser

Autor von DigitaleLeinwand.de, 3D-Experte, Blogger, Social Media-Native, Geocacher, Trendscout, offizieller Prince of Persia - Desert Challenge Blogger
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