Früher klebten unfähige Projektionisten einfach mal Filmrollen falsch zusammen, was ihnen bei Filmen wie Prosperos Bücher von Peter Greenaway oder Terence Malicks Tree of Life durchaus erst nach einer Woche auffiel. Bei einer digitalen Projektion sollte ein solches Problem eigentlich der Vergangenheit angehören, doch schaffte das Regal Theater Union Square in New York das Kunststück einer digitalen 3D Doppelprojektion plus einer weiteren Bildüberlagerung. Und ruinierte damit die Vorstellung des wunderbaren 3D-Films Hugo Cabret von Martin Scorsese, natürlich passenderweise an seiner poetischsten Stelle, wenn es durch die unfreiwilligen Inhalte aber auch ungewollt komische Korrelationen gibt. Diese Tripleprojektion spart natürlich Belegzeit in den Kinos, wenn man die Werbung statt vor dem Film einfach mitten im Film projiziert…
Dieses Video belegt eindeutig den What the Fuck der Woche:
Jaja, Häme gegen den Fortschritt. Natürlich reicht das bloße Knöpfchendrücken bei einem digitalen Kinosystem nicht aus. Doch scheinen die wenigsten Projektionisten sich wirklich mit den Möglichkeiten ihres digitalen Projektors auseinandergesetzt haben, wovon auch viele Helligkeitsprobleme in den deutschen digitalen Kinos zeugen. Und jeder von uns hat in der digitalen Rollout-Anfangszeit schon mal ein technisches Projektionsproblem erlebt. Aber so ein amüsantes Malheur wie diese Triple-Projektion dürfte von uns noch keiner zu Gesicht haben. Das Positive: diese Überlagerung ist garantiert nicht DCI-konform, was Hoffnung gibt, dass wir Peter Jacksons kommenden Blockbuster Der Hobbit – eine unerwartete Reise auch in wunderbarem 48frames 3D sehen werden. 🙂
