Schluss mit Schweißer-Look! Endlich schicke 3D-Designerbrillen auf 3DTouch.de

5 02 2010

Wenn man sich in einem vollbesetzten Kinosaal während einer 3D-Vorführung umdreht, stellt man fest, dass das ganze Publikum gleich aussieht. Da sitzen lauter Personen mit der absolut gleichen Schweißerbrille im Gesicht. Und versucht mal, dort einen Freund im Publikum drei Reihen weiter hinten zu finden, es gelingt nicht. So sehr man beim 3D-Kino auf der Leinwand auf eine gute Optik setzt, so sehr ist das 3D-Brillenmodell doch bei den Sonnenbrillen der 50er Jahre stehen geblieben. Jetzt können Individualisten aufatmen: endlich gibt es stylische 3D-Brillen, mit denen man sich deutlich von der grauen Masse abhebt. Nur bekommt man diese nicht an der Kinokasse.

Daher möchte ich heute ein bisschen Werbung für einen Internetshop für 3D-Brillen machen. 3DTouch.de hat die Zeichen der Zeit erkannt, und als erster deutscher Shop Designer-Brillen für stereoskopische 3D-Kinofilme im Angebot. Unter www.3DTouch.de findet ihr die gesamte Palette der 3D-Brillen: von Anaglyphen- bis Polarisationsgläsern und vom Pappmodell bis zum Designgestell, alles ist vorhanden.

Warum sollte man sich eine eigene 3D-Brille kaufen, die gibt es doch im Kino immer dazu? Das stimmt zwar, nur gibt es dort lediglich das Schweißer-Standardmodell. Wirklich schicke Brillen gibt es nur im Shop zu kaufen. Und ihr könnt an diesem Beispielbild sehen, was so ein Modell hermacht:

3DTouch_Polarisations-Brille

Diese 3D-Brille mit zirkular polarisierten Folien besteht aus einem modernen schwarzen Brillengestell aus rostfreiem Stahl. Das sieht nicht nur schick aus, sondern lässt sich aufgrund des leichten Gewichtes auch sehr komfortabel tragen. Die Brillengläser aus zirkular polarisierter Folie sind leicht gebogen, so dass auch im peripheren Blickfeld ein 3D-Effekt entsteht.

Jetzt sieht man auf den „Guck-mal-wir-sind-im-3D-Kino“ Beweisfotos nicht mehr albern, sondern schick aus. Übrigens: mit einer eigenen 3D-Brille muss sich auch keine Gedanken darüber machen, wer vorher schon alles das abgegriffene Mehrwegmodell getragen hat, und ob sie wirklich nach der letzten Benutzung gereinigt wurde.

Im Angebot von 3DTouch.de findet man Design-3D Brillen fürs Kino, sowie für den Einsatz am PC und für den Fernseher oder Beamer. Dazu wählt man einfach die gewünschte Brillenart aus, es gibt neben den polarisierten Brillen auch Anaglyphenbrillen in Rot/Grün, Rot/Blau, Rot/Cyan und Grün/Magenta.

Und es gibt noch etwas sehr praktisches im Shop: Brillenträger haben oft ein Problem im 3D-Kino, denn auf der Nase befindet sich bereits ein Gestell, und da ist eigentlich kein Platz für ein zweites. Ich habe schon Brillenträger im Kino gesehen, welche sich die ganze Zeit ihre 3D-Brille mit der Hand vors Gesicht halten mussten. Von wirklichem Filmgenuss kann da keine Rede sein. Das gleiche Problem gibt es für die Brillenträger vorm Computer und auf dem Sofa beim Ansehen einer DVD in 3D. Bei 3DTouch gibt es dafür eine simple Lösung: 3D-Brillenaufsätze. Wie man es von Sonnenbrillen kennt, werden die Anaglyphen-Gläser einfach auf die normale Sehbrille geklemmt. Und das funktioniert unproblematisch mit jeder Brille. Die Aufsätze gibt es in jeder Anaglyphen-Farbkombination, je nach Einsatzzweck für PC oder das Heimkino.

3DTouch_Rot-Blau-Brille

Einen Beitrag für die Umwelt leistet man ebenfalls: Viele werden sich schon oft gefragt haben, was nach den 3D-Kinovorstellungen mit den Brillen passiert. Es gibt zwar Mehrweg-Shutterbrillen mit technischem Innenleben, die meisten Kinos nutzen aber das realD-System mit den Einweg-Brillen. Zwar werden davon ein paar auch recyclet, andere landen in speziellen Spülmaschinen. Doch werden dabei oft wegen scharfer Reiniger oder zu großer Hitze die Gläser verformt, manchmal auch verkratzt. Viel ökologischer ist seine private, hochwertige 3D-Brille, die man einfach in einem Etui bis zum nächsten Kinobesuch aufbewahrt. So muss man an der Kinokasse keine weitere Einwegbrille kaufen, und spart Rohstoffe und Geld. Selbstverständlich gibt es bei 3DTouch auch polarisierte 3D-Brillen mit Etui.

Auf dem im Oktober 2009 gegründeten Onlineshop für 3D-Brillen 3DTouch.de könnt ihr auch 3D-Kameras und ganz speziell auch 3D-Filme finden. Und das Angebot wäre nicht komplett ohne aktive Shutterbrillen für alle Gamer sowie Videobrillen, mit denen ihr euren Film direkt innerhalb der Gläser sehen könnt. Abgerundet wird die Webseite durch hilfreiche Informationen über die unterschiedlichen 3D-Brillen-Techniken und News mit allen Neuigkeiten rund um das Thema- von 3D-Filmen, über 3D-Heimkino bis hin zu 3D-Internetangeboten. Schnell noch einen Blick auf die Formalitäten: Bezahlen kann man via Überweisung, durch PayPal oder ClickandBuy. Sicherlich wird es bald auch die Möglichkeit geben, direkt mit Kreditkarte oder anderweitig zu zahlen. Versendet werden die Brillen innerhalb von 1 bis 3 Tagen, die Lieferung ist innerhalb Deutschlands versandkostenfrei. UND: seit Neuestem verschenken myphotobook und 3Dtouch.de in Zusammenarbeit einen Gutschein über 12,85€ an jeden Kunden von 3Dtouch.de, den man bei einer Bestellung eines Fotobuchs auf myphotobook.de einlösen kann. Schön, schön.

Das macht soweit einen guten Gesamteindruck, doch kann man dem Glauben schenken? Googelt man „3Dtouch.de“ findet man jedenfalls nichts Negatives, sondern landet bestenfalls beim ebay-Shop von 3Dtouch.de und kann sich bei den aktuell 100% positiven Bewertungen den guten Eindruck bestätigen lassen.

So, jetzt aber genug geschwärmt. Einfach hier klicken und selber eine schicke Designer-Brille aussuchen!

Bilder der 3D-Brillen © 3DTouch.de



heute Michael Jackson 3D-Mini-Movie “Earth Song” bei Grammy-Verleihung

31 01 2010

Im letzten Jahr starb der King of Pop, Michael Jackson. Heute Nacht findet in Los Angeles die 52. Grammy-Verleihung an die besten Musikkünstler des Jahres statt. Das Motto lautet: “We’re all Fans”. Der Veranstaltungsort ist das Staples Center, der Ort, an dem Jacko auch für seine “This is it”- Konzerte probte.

Als kleinen Tribute wird es heute die Premiere eines noch nicht gezeigten 3D-Kurzfilms geben, genauer gesagt für den Earth Song. Alle, die die Konzertdokumentation “This is it”-im Kino gesehen haben, wissen, dass für die Stücke Thriller und den Earth-Song extra Filmmaterial in stereoskopischen 3D gedreht wurde. Und ich bin mir nicht sicher, ob das Video zu Smooth Criminal nicht auch für S3D geplant wurde, die Filmausschnitte geben es absolut her, es gibt viele zentralperspektivischen Einstellungen. Und man munkelt über Proben, wie Michael am Ende des Konzerts in ein großes Flugzeug steigt und davon fliegt, optisch gelöst mit einer Mischung aus Live-Performance und filmischen 3D-Effekt.

Eine ganz schlechte Bootleg-Version von Thriller gibt es auf Youtube, damit bekommt man eine vage Idee der S3D-Umsetzung:
YouTube Preview Image

Es scheint unwiederbringlich, durch den Tod von Michael Jackson ist auch dieses stereoskopische Konzerterlebnis gestorben, es wird niemand so wie geplant zu sehen bekommen.

Es sind auch keine Details bekannt geworden, wie diese Mischung aus 3D-Film und Konzert hätte vonstatten gehen sollen. Ich weiß, dass Sony ein riesiges 3D-fähiges LED-Panel für Public Viewings gebaut hat. Satte 280 Zoll, das sind über 7 Meter. Vielleicht hätte es auch stereoskopische Rückprojektionen gegeben? Ich bin mir da nicht sicher. Und das Auf- und Absetzen der Brille während des Konzertswäre sicher auch merkwürdig gewesen, aber vermutlich gab es da eine gute Choreographie. Davon gehe ich mal aus. Aber wir werde es nie sehen, auch auf der demnächst erscheinenden This is it DVD und BD sind die Filme nicht als 3D-Fassung enthalten, worauf ich eigentlich gehofft hatte.

Heute Abend gibt es also bei der Grammy-Verleihung den Tribute zum Earth-Song, gesunden von Celine Dion, Jennifer Hudson, Smokey Robinson, Carrie Underwood und Usher. Das anwesende Grammy-Publikum bekommt 3D-Brillen, das Fernsehpublikum muss mit rot-blauen Anaglyphen-Brillen vorlieb nehmen, von denen 15 Millionen Stück in den USA verteilt wurden.
The 52nd Annual Grammy(R) Award

Die Übertragung der Grammy-Verleihung findet heute Nacht ab 3 Uhr unserer Zeit statt. Live kann man sie sich im Internet auf der Webseite des Sender CBS ansehen, zusätzlich gibt es einen Facebook-Webcast zum Neben-Dran-Chatten.

We’re all 3D-Fans, Michael!



Werbung in der dritten Dimension: Wie aus einem 2D- ein 3D-Werbespot wird

28 01 2010

Das Kino der dritten Dimension hat im letzten Jahr gezeigt, dass die Lichtspielhäuser technisch den Heimkinoanlagen immer noch den entscheidenden Schritt voraus sind. Doch nicht nur Hollywood reagiert auf eine neue Erlebniskultur in den Filmtheatern. Auch der kommunale Unternehmensverbund DSW21 aus Dortmund hat einen Kinowerbespot von der Produktionsfirma ZOOM-Entertainment GmbH in die dritte Dimension umwandeln lassen. In dem Spot bewegt sich Deutschlands erfolgreichste Parkour-Artistin Sandra Hess durch die Stadt und überwindet mit atemberaubenden Sprüngen die normalen städtischen Bauten. Unter der Regie von Ivan R. Sertic und unterlegt mit der Musik der international erfolgreichen Band King´s Tonic, die den Corporate Song von DSW21 eingespielt hat, sprintet Sandra Hess nun in drei Dimensionen zu ihrem Liebsten.

Zu sehen ist der Werbespot derzeit im Cinestar Dortmund im Vorprogramm von James Camerons Blockbuster “AVATAR- Aufbruch nach Pandora”. Oder auf der Webseite des Kölner Produktionshauses: www.zoom-entertainment.de. Und natürlich hier auf DigitaleLeinwand.de. Achtung, eine 3DBrille in Rot/Cyan wird dafür benötigt!

http://digitaleleinwand-media.s3.amazonaws.com/Parkour_anaglyph_web.flv

Die ZOOM-Entertainment GmbH ist als Dienstleister im Bereich der Kino- & TV-Werbung tätig. Eine weitere Kernkompetenz ist die Wandlung von 2D Spots in 3D Werbespots. Zu den Kunden der Kölner Agentur zählen Unternehmen wie Mercedes-Benz, UVEX oder DSW21. Mehr Beispiele gibt es auf der Webseite von ZOOM-Entertainment unter www.3d-werbespots.de/demo.htm

Derzeit wird viel über die Konvertierung von Hollywood-Filmen von 2D auf stereoskopisches 3D diskutiert, gestern gab es die Nachrichten bezüglich “Kampf der Titanen” und den finalen Teilen der Harry Potter-Saga. Das sind zwar große Hollywood-Produktionen und keine Werbespots, die Arbeit ist jedoch die gleiche. Wie genau der Prozess der Umwandlung eigentlich von statten geht, ist den wenigsten bekannt. ZOOM Entertainment war so freundlich und hat DigitaleLeinwand MakingOf-Material der Umwandlung zur Verfügung gestellt.

Der besondere Clou dieser Produktion ist das Herstellungsverfahren. Der Spot wurde ursprünglich im Jahr 2007 in normaler zweideimensionaler Aufnahmetechnik realisiert. Bei dem von der ZOOM-Entertainment GmbH angewandten Verfahren wurde für die 3D-Darstellung jedes einzelne Filmbild (24 Bilder/Sekunde) in ein stereoskopisches Filmbild (S3D) umgewandelt. 2.400 Bilder wurden einzeln bearbeitet und für die realistische 3D-Darstellung optimiert.

Nun kann man nicht einfach die Filmbilder gegeneinander verschieben, sondern muss für den Tiefeneindruck die gesamten Szenen nachbauen und mit zwei virtuellen Kameras die Augen simulieren.

3d-pressebild_1

Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, werden die einzelnen Elemente des Film separiert. Dafür stellt man die Objekte mit einer Bildbearbeitungssoftware frei und maskiert diese. Für die Ergänzung der Tiefendimension werden in einem 3D-Animations-Programm diese Elemente als 3D-Modelle nachgebaut, das betrifft nicht nur die Gebäude, Straßen und Objekte, sondern auch die Person, die man als Drahtgitter-Modell nachbaut. Anstatt einer erzeugten Textur werden nun die Videodaten als eine Art Haut auf die 3D-Elemente projiziert. Die Elemente werden entsprechend ihrer Anordnung in der Tiefe zueinanander ausgerichtet, und zwar in etwa so, wie sich die Entfernungen damals bei der Aufnahme verhielten. Das sieht zwar bei manchen Objekten wie dem freundlichen Seniorenpärchen ein wenig nach flachen Schablonen aus, ist für den schnellen Eindruck aber ausreichend. Komplexe Figuren wie die Parkour-Läuferin werden nicht als flaches, sondern als räumliches, dreidimensionales Modell angelegt.

Nun werden die einzelnen Elemente animiert. Alles was sich im Film durch den Raum bewegt, muss sich natürlich auch in dieser nachgebauten dreidimensionalen Welt bewegen. Besonders aufwändig sind dabei die Bewegungsabläufe der Hauptfigur.

Da Filme selten aus einer starren Kameraperspektive gefilmt werden, gehört das Setzen der Kamerafahrten und die Einstellung der virtuellen Brennweiten zum nächsten Schritt im Animationsablauf.

3d_pressebild_2

Für jedes Auge wird ein eigenes Video erzeugt. So wie die Augen auseinander stehen, wird auch die Kamera um die so genannte Stereobasis versetzt. Im virtuellen Raum eines 3D-Animationsprogramms wie Cinema 4D braucht man kein sperriges Spiegelrig, da die Kameras virtuell gesetzt und positioniert werden können. Schließlich wird von der Animationssoftware für jede der beiden Kameras und jeden Frame ein Einzelbild berechnet. Damit man auf dem Computerdisplay auch 3D-Bilder sehen kann, müssen diese mit dem Anaglyphen-Farbsystem codiert werden. Die Bilder für das rechte Auge sind Rot, die Bilder für das linke Auge in Cyan, einem Blauton, codiert. Einige Programme können die beiden Bilder zusammengerechnet ausgeben, ansonsten kann dieser Prozess in einer Videosoftware vorgenommen werden.

Und da bewegte Bilder das Ganze viel eindrücklicher beschreiben, könnt ihr euch hier das MakingOf-Video der 3D-Konvertierung ansehen:

http://digitaleleinwand-media.s3.amazonaws.com/making_of_parkour_reloaded.flv

Ich hoffe euch einen interessanten Einblick in die 3D-Konvertierung gegeben zu haben. Wir werden in diesem Jahr sicherlich noch einiges an stereoskopischer 3D-Werbung im Vorprogramm von 3D-Filmen zu sehen bekommen. Dann heißt es gleich zu Beginn des Programms: Brille auf!

Hinweis: Beim 3D-Werbespot keine dritte Dimension erkannt? Für die Betrachtung benötigt man eine Anaglyphenbrille in den Farben Rot/Cyan. Hier habt keine Brille? Dann könnt ihr unter diesem Menupunkt eine bestellen.



Toy Story wirbt für ein wenig mehr Umweltschutz

1 10 2009

Einwegbrille oder Mehrwegbrille? Das ist eine Frage der S3D-Kultur. Bei uns in Deutschland gibt es für die stereoskopischen Brillen meist Mehrwegsysteme, in den USA ist es ein billiges Wegwerfprodukt.
Zum Filmstart des Toy Story 1+2 3D-Doublefeature machen Buzz und Woody ein wenig Werbung für Wiederverwertung und Recycling:



Ärger in 3D – Cineplex zeigt OBEN nur zweidimensional

23 09 2009

Es gibt Streit zwischen Verleihern und Kinobetreibern. Die Cineplex-Gruppe konnte sich mit dem Verleih Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH nicht über eine Aufteilung der erzielten Erlöse, bzw. die Lizenzgebühren für den dreidimensionalen Einsatz des Pixar-Filmes “OBEN” einigen. Cineplex setzt in seinen Kinos vornehmlich die stereoskopischen 3D-Systeme von XPand, Dolby und Masterimage mit Mehrwegbrillen ein, Disney promotet seine Filme als Disney 3D, was eine gebrandete Version des lizenzträchtigen RealD-Systems ist.

UP

“Oben”, dessen erste Wochenendzahlen in Deutschland trotz hervorragenden 3D-Kopienschnitts insgesamt hinter den Erwartungen zurückblieben, ist der aktuelle Streitfall. Als einen der möglichen Gründe hierfür sieht Cineplex-Geschäftsführer Kim Ludolf Koch die Tatsache, dass der jüngste Pixar-Streich seinen 3D-Muskel nicht voll ausspielen konnte. Denn als Reaktion auf Disneys Ablehnung eines “mit anderen wichtigen Verleihern bereits erprobten Geschäftsmodells für die Brillenhandlingsgebühr”, so eine Presseerklärung, habe man sich zur eigenen großen Enttäuschung dazu entschließen müssen, auf einen Einsatz der 3D-Fassung zu verzichten. Dies, obwohl man “enorme Anstrengungen” unternommen habe, rund 50 Leinwände pünktlich zum Start von “Oben” umzurüsten. Einzige Ausnahme sind einige Leinwände in Standorten, an denen die Konkurrenzsituationen einen 3D-Einsatz offenbar trotz der Rahmenbedingungen vertretbar erscheinen ließ. “Gerade auch für die Mehrwegbrillen-Systeme können wir auf einen fairen Ausgleich unserer Investition von über fünf Mio. Euro nicht verzichten” so Koch in der Erklärung. Es sei bedauerlich, dass einzelne Verleiher einmal mehr versuchten, ihre Machtposition bei bestimmten Filmen auszubauen.

Tatenlos will die Cineplex-Gruppe, die 450 Leinwände repräsentiert, dem offenbar nicht zusehen: “Wir haben eine kartellrechtliche Prüfung eingeleitet, hoffen aber dennoch, für die Zukunft wie bisher im 2D-Bereich mit Disney auch bei 3D partnerschaftlich zusammenarbeiten zu können”, fasst Koch die Stimmung zusammen.

Zum jetzigen Zeitpunkt wollte sich Thomas Menne, Managing Director von Walt Disney Studios Motion Pictures Germany auf Anfrage von “Blickpunkt:Film” nicht zu dem Sachverhalt äußern.

Der Originalwortlaut der Pressemitteilung lautet:

»Oben« bei Cineplex leider nicht oben

Mit Enttäuschung hat die große Zahl der Cineplex-Gesellschafter einen Einsatz der 3D-Version von Disneys Film »Oben« absagen müssen. Nur in einigen wenigen Konkurrenzstandorten wird der Film ausgewertet, sodass der überwiegende Teil der möglichen 50 Cineplex-Leinwände, die nunmehr mit 3D-Installationen versehen sind,
den Film nicht zeigen.
„Cineplex hat enorme Anstrengungen unternommen, bis zum Filmstart von »Oben« rund 50 Leinwände mit der neuen 3D-Technologie auszurüsten. Umso enttäuschter sind wir, dass das mit anderen wichtigen Verleihern bereits erprobte Geschäftsmodell für die Brillenhandlingsgebühr von Disney abgelehnt wird. Gerade auch für die Mehrwegbrillen-Systeme können wir auf einen fairen Ausgleich unserer Investition von über 5 Mio. € nicht verzichten. Es ist wirklich bedauerlich, dass die Markteinführung einer neuen Kinodimension nicht mit einem großen Paukenschlag in der Branche und beim Publikum etabliert wird, sondern einzelne Verleiher einmal
mehr ihre Machtposition bei bestimmten Filmen auszubauen versuchen. Ich bin sicher, dass mit einer früheren Einigung der Film auch im Kino ganz anders hätte beworben werden können. Dass »Oben« hinter den Erwartungen liegt, kann auch auf den fehlenden Einigungswillen von Disney zurückgeführt werden“, resümiert
Cineplex-Geschäftsführer Kim Ludolf Koch das Scheitern der Verhandlungen. „Wir haben eine kartellrechtliche Prüfung eingeleitet, hoffen aber dennoch, für die Zukunft wie bisher im 2D-Bereich mit Disney auch bei 3D partnerschaftlich zusammenarbeiten zu können“, fasst Koch die Stimmung in der Cineplex-Gruppe, die mit 450 Leinwänden Nummer zwei in Deutschland ist, zusammen.

Quellen: Blickpunkt:Film, Pressemitteilung Cineplex



My Bloody Valentine 3D – heute Filmstart

20 05 2009

Statt zum Valentinstag pünktlich zum Vatertag startet der Horrorfilm My Bloody Valentine 3D bereits heute im Verleih der Kinowelt. Der Slasherfilm scheint nur etwas für Hartgesottene zu sein, eine FSK 18, Bestätigung der Volljährigkeit auf der Filmwebseite und Trailervorschau beim Verleiher Kinowelt erst ab 22h sprechen eine deutliche Sprache.

My Bloody Valentine und der Jugendschutz - Screenshot Kinowelt.de

My Bloody Valentine und der Jugendschutz - Screenshot Kinowelt.de

Das der Film seinen Reiz vor allem durch seine 3D-Effekte erhält, wird schnell erkenntlich: im Titel ist der Zusatz “3D” in größerer Schrift gesetzt als der Filmtitel. Auf der Filmwebseite sprengt der Serienkiller die Grenzen seines Browsers und folgt mit der Spitzhacke bedrohlich dem Cursor:

3D-Feeling auch auf der Filmwebseite

3D-Feeling auch auf der Filmwebseite

Dann wünsche ich allen ein unterhaltsames Gemetzel! Der Film ist in unseren Kinos sowohl in 3D, wie auch in 2D zu sehen und ist als digitale Fassung erhältlich. In den USA sind gestern die DVD und BluRay des Films erschienen. Zwar auch als 3D-Fassung, allerdings aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten mit insgesamt vier klassischen Rot-Blau-Anaglyphenbrillen. Die haben mit dem Kino-3D-Erlebnis nun gar nichts mehr zu tun- deswegen wartet nicht auf die Silberscheiben, geht lieber ins 3D-Kino eurer Wahl. Für echten Premium-Horror-Filmgenuss und Gruseln in bester Qualität. Und wie auf der Webseite empfohlen wird- sichert eure Tickets!

sichert eure Tickets - hohe Nachfrage erwartet

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