Paramount schickt ab heute den Bändiger der Elemente auf die deutschen Kino-Leinwände. Mit bildgewaltigen Spezial-Effekten und einem jungen, talentierten Cast kreiert Regisseur M. Night Shyamalan mit „Die Legende von Aang“ das Fantasy-Abenteuer des Kinosommers. Und natürlich kann man dieses Fantasy-Spektakel auch auf der digitalen 3D-Leinwand sehen. Zum Filmstart gibt es Fanpakate und als Hauptpreis ein von Regisseur Shyamalan signiertes Filmplakat zu gewinnen.

Wasser, Luft, Erde und Feuer: Vier Elemente und zugleich vier stolze Nationen, die seit jeher von ihrem Meister, dem „Avatar“, im Gleichgewicht gehalten werden – zumindest in längst vergangenen Zeiten. Mittlerweile ist ein Jahrhundert vergangen und die Schreckensherrschaft der Feuernation hat durch einen rücksichtslosen, brutalen Krieg gegen die anderen drei Nationen ein Zeitalter voller Zerstörung und Hoffnungslosigkeit eingeläutet.
Befreit aus seinem Gefängnis im ewigen Eis, erkennt der junge Aang (Noah Ringer) seine Bedeutsamkeit als der nächste „Avatar“ und dass nur er die Macht besitzen wird, alle vier Elemente zu beeinflussen und die Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Aang, der das Element Luft beherrscht, schließt sich der Wasserbändigerin Katara (Nicola Peltz) und ihrem Bruder Sokka (Jackson Rathbone) an und begibt sich gemeinsam mit ihnen auf eine abenteuerliche Reise voller Gefahren und schwieriger Prüfungen, um den Einklang der Nationen und den Frieden der gesamten Welt wiederherzustellen. Doch stellt sich dem Trio Prinz Zuko, Sohn des Anführers der Feuernation und gespielt von „Slumdog Millionär“ Dev Patel in ihrem erbitterten Kamp in den Weg.

Im Jahr 2005 begann der auf Kinder- und Jugendprogramme spezialisierte Sender Nickelodeon mit der Ausstrahlung der Animationsserie „Avatar – Der Herr der Elemente“, die von Michael Dante DiMartino und Bryan Konietzko erschaffen worden war. Die Sendung traf den Nerv einer großen Bandbreite von Zuschauern. Schnell verbreitete sich das „Avatar“-Fieber und machte aus der Serie ein internationales Phänomen, das aktuell in mehr als 120 Ländern gesendet wird. Bald wurde auch das Interesse von M. Night Shyamalan geweckt. Shyamalans Töchter sind begeisterte Fans der Serie, vor allem von der Figur der jungen weiblichen Wasserbändigerin Katara. Die in dieser Form davor noch nicht da gewesene Begeisterung und unbedingte Fanloyalität weckte das Interesse von Shyamalan, der beschloss, sich die Sendung gemeinsam mit ihnen anzusehen. Danach wollte auch ihn die Serie nicht mehr loslassen. Der zweifach Oscar-nominierte Filmemacher merkt an: „,Avatar – Der Herr der Elemente‘ fiel mir in den Schoß. Es war, als hätte ich eine Erscheinung gehabt.“

Ganz eindeutig besaß die Serie Filmpotenzial. Allerdings stellte es eine nicht unerhebliche Herausforderung dar, mehr als 30 Stunden an Geschichte in einen einzelnen Film zu packen – noch dazu handelte es sich um ein Genre, das für den Filmemacher trotz seiner Versiertheit absolutes Neuland darstellte. „Mir war von dem Moment an, als ich versuchte, die ersten Worte zu Papier zu bringen, klar, dass man in einen Film von solch enormer Komplexität richtig Arbeit stecken müsste. Michael Dante DiMartino und Bryan Konietzko, auf deren Konto die „Avatar“-Serie geht, haben sechs Jahre an der Konstruktion der Mythologie gestrickt.“

„Es hat mir die Augen geöffnet und war zugleich ein interessanter Lernprozess für mich, ein Projekt von dieser Größe in Angriff zu nehmen und gleichzeitig immer noch das gewohnte Maß an Perfektion zu bewahren“, fährt Shyamalan fort. „An jedem Drehtag wurde ich von Todesangst heimgesucht, weil die Erfahrung einfach überwältigend war und so viele unbekannte Größen eine Rolle spielten. Der Film ist wenigsten zweieinhalbmal größer als meine bislang größte Produktion.“

Weil die Filmemacher von „Die Legende von Aang“ ergebene Anhänger der originalen Serie sind, hatten sie sich vor allem ein großes Ziel gesetzt: „Wir wollten einen Film erschaffen, der nicht nur die Erwartungen der Fans erfüllt, sondern auch ein weltweites Kinopublikum in einer Weise anspricht, wie es eben nur ein abendfüllender Realfilm kann“, sagt Shyamalan. Die Legende von Aang behandelt das Buch eins der „Avatar“-Serie, in dessen Mittelpunkt das Element Wasser steht. Der Film folgt Aang, dem Avatar, bei seinem Bestreben alle vier Elemente zu beherrschen, um damit die Welt vor dem Untergang retten zu können. Wie die Fernsehserie reist auch „Die Legende von Aang“ vom Süd- zum Nordpol.

Damit auch ihr die Reise um die Pole im Kino stilgerecht antreten könnt, verlost DigitaleLeinwand.de zum Filmstart mit freundlicher Unterstützung der Paramount drei Fanpakete für „Die Legende von Aang“! Zu jedem Fanpaket gehört ein Filmplakat und ein original „Legende von Aang“ – T-Shirt. Der erste Preis besteht aus einem Aang-T-Shirt einem vom Regisseur M. Night Shyamalan handsigniertem Filmplakat! Einfach die Lösung der Gewinnspielfrage mit Namen, Mailadresse und einem netten Gruß an gewinnspiel@digitaleleinwand.de schicken. Einsendeschluss ist der 26.8.2010 um 15 Uhr. Die Gewinner werden direkt per Mail benachrichtigt. Hier die Gewinnspielfrage: “Mit welchem Film wurde der Darsteller des Prinzen Zuko, Dev Patel, weltweit bekannt?”. Rechtswege sind zu bändigen, und von daher ausgeschlossen. Ich wünsche allen viel Glück!

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Diese Woche ist irgendwie „Verdammt, das wollte ich doch machen!“-Woche. Dennoch will ich euch das gelungene Beispiel für virales Marketing nicht vorenthalten. In diesen Tagen feiert „The Last Exorcism“ auf dem Fantasy Filmfest seine deutsche Premiere. Noch spektakulärer als der Film von Daniel Stamm ist allerdings die virale US-Marketing-Kampagne für den Film, die das Video-Chatsystem Chatroulette hackt. Chatroulette ist ein von Andrei Ternowski erfundener Videochat mit Fremden. Per Zufall werden Chatwillige aus der ganzen Welt zusammengeschaltet. Und können entscheiden, ob man mit dem zufällig generierten Partner kommuniziert oder einfach auf den nächsten weiterklickt. Ihr ahnt es, Chatroulette war in den letzten Monaten ein riesiger Erfolg, wenn (oder gerade weil?) sich dort auch 20% Teenager, 60% Männer und 35% perverse Exhibitionisten tummeln. Über die Schnittmenge könnt ihr selber grübeln.

Mit einer viralen Aktion zieht der von Eli Roth produziette Film „The Last Exorcism“ absolute Aufmerksamkeit auf sich, die ich euch gar nicht beschreiben möchte, da das Video klar zeigt, worum es geht. Auf der linken Seite des Videofensters sieht man den Chatpartner, auf der rechten Seite das ihnen gezeigte Video mit der aufreizenden Frau. Doch irgendwie geht es ihr nicht so gut…

Seht selbst:

Perfektes virales Marketing! Passt zur erlebnishungrigen jungen und männlichen Zielgruppe. Zieht absolute Aufmerksamkeit auf sich. Und ihr könnt sicher sein, dass die Jungs diesen Chat nicht so schnell vergessen. Und ihren Kumpels davon erzählen. Mit der eingeblendeten URL zum Film besteht Anschluss-Fähigkeit. Chapeau, ich schmeiß‘ ne Runde Weihwasser!

Während einzelne Kinos und die großen Kinoketten längst Gewinne durch die Digitalisierung ihrer Leinwände einfahren, ist die Zukunft der kleinen und der Arthaus-Kinos weiter ungewiss. Bisher sind alle Modellvorschläge für eine gemeinsame flächendeckende Digitalisierung gescheitert, die Verbände argumentieren gegeneinander. Und je länger die Diskussion währt, desto mehr Kinos nehmen die Umrüstung auf Digitales Kino in die eigene Hand. Mit Unterstützung der regionalen Film- und Kinoförderungen oder eben mit Third-Party-Umrüstern, die sowohl die technische Umsetzung wie die Finanzierung gewährleisten. Ein Wettrennen gegen die Zeit, umso mehr Kinos auf eigene Kosten und Risiko digital umgerüstet haben, desto unwahrscheinlicher wird die Unterstützung für einen branchenweiten digitalen Rollout.
Die AG Verleih – Verband unabhängiger Filmverleiher sieht aufgrund der Standes und der aktuellen Diskussion über die Digitalisierung die Vielfalt der Kino- und Filmlandschaft bedroht. Und wendet sich mit einer Stellungnahme an die Allgemeinheit. Mit Kritik am Modell der BKM, der DCI-Spezifikation und der zusätzlich erzeugten Wertschöpfung der Third-Party-Unternehmen. Mit Forderungen, die ich persönlich nicht zwangsläufig für zielführend halte. Formulierungen wie „Knebelung durch den von Hollywood vorgebenen DCI-Standard“ sprechen eine klare Sprache. Und ich wäre neugierig auf ein deutsches Standardisierungs-Konsortium, das die weltweite Maßgabe für die Zukunft des Kinos beschreibt. Defacto gelingt es der deutschen Film- und Kinobranche nicht mal die Basisprobleme im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung und Bewahrung des Kulturgutes Kino zu lösen. Und zerfasert sich an den Haltungen und Interessen der Gesamt-Verbände, Verleiher und Kinobetreiber..

Es folgt die wörtliche Stellungnahme der AG Verleih:

Der Vorstand der AG Verleih – Verband unabhängiger Filmverleiher beobachtet mit großer Sorge die aktuelle Diskussion und die konkrete Entwicklung der Einführung des digitalen Kinos. Nachdem ein branchenweites Modell zum digitalen Roll Out mit definierten Finanzierungsanteilen von Verleihern, Kinos, Werbewirtschaft und Filmförderern – das von der AG Verleih unterstützt wurde – bisher nicht zustande kam, stellte der BKM auf der Expertenanhörung des Kulturausschusses des Deutschen Bundestags ein Modell vor, das in einer reduzierten Form Förderbeihilfen zur Einführung des digitalen Kinos vorsieht. Wir begrüßen den grundsätzlichen Ansatz dieses Modells, das von der Notwendigkeit von Förderbeihilfen gerade für kleinere Filmkunsthäuser ausgeht. Allerdings erscheint uns dieses Modell nicht ausreichend geeignet, um den vitalen Anforderungen des ohnehin schwierigen Arthouse-Marktes in der Praxis gerecht zu werden.

Gleichzeitig werden durch die kürzlich angekündigten Digitalisierungs-Initiativen einzelner Kinoketten in Partnerschaft mit neu auf den Markt drängenden Teilnehmern Fakten geschaffen, deren Auswirkungen auf den unabhängigen Verleihmarkt äußerst besorgniserregend sind. Wir sehen uns einer Situation gegenüber, in der das bisherige Geschäftsmodell zwischen Kinos und Verleihern und damit der gesamte unabhängige Arthouse-Markt massiv gefährdet sind. Drei Bereiche erscheinen uns besonders wesentlich – tatsächlich geht es dabei um den Erhalt der einzigarten, vielfältigen Kino- und Filmlandschaft in Deutschland:

1. Kriterienkinos für die Förderung der Digitalisierung
Das aktuelle BKM-Modell berücksichtigt durch die Festlegung von Umsatzgrenzen zu Recht viele kleinere Kinos in der geplanten Digitalisierungsförderung. Allerdings wären die allerwenigsten Arthouse-Kinos oberhalb dieser Umsatzgrenzen in der Lage, die DCI-Digitalisierung selbst oder über den Markt zu finanzieren – schon jetzt ist die wirtschaftliche Lage dieser Kinos, die ihr Programm mit einem hohen Anteil an deutschen und europäischen Filmen gestalten, äußerst angespannt. Die Auswirkungen einer frei zu finanzierenden Digitalisierung dieser Kinos wären für den Verleihmarkt jenseits der Majors verheerend. Wir halten deshalb die Kombination von Umsatzgrenzen sowie kulturellen Kriterien wie das Abspiel deutscher und europäischer Filme und die Auszeichnung mit BKM-Kinoprogrammpreisen für unbedingt notwendig, um die Förderung der Kinodigitalisierung zu gestalten. Die dafür notwendigen finanziellen Spielräume würden sich auf einen Schlag durch den Verzicht auf den von Hollywood vorgegebenen DCI-Standard zugunsten von an die jeweiligen Gegebenheiten angepassten Lösungen ergeben.

2. DCI-Standard / E-Cinema
Die Diskussion um die Umstellung der Kinoprojektion auf digitale Technik orientierte sich bislang fast ausschließlich
an dem von den Hollywood-Majors gesetzten DCI-Standard. Tatsächlich ist der DCI-Standard gerade für die mittleren und kleinen Arthousekinos technisch nicht notwendig – abhängig von Saal- und Leinwandgröße erzielen digitale Projektionen unterhalb dieses Standards (E-Cinema) absolut gleichwertige Ergebnisse bei erheblich geringeren Umrüstungskosten. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass es in der Praxis des analogen Kinos keine vorgeschriebene technische Standardnorm gibt: es bleibt den Kinos überlassen, mit welcher Lichtstärke sie ihre 35mm-Projektoren ausrüsten, welche Tonanlage sie verwenden, wie sorgfältig sie ihre Anlagen warten. Es ist aus unserer Sicht nicht einzusehen, warum diese jahrzehntelang bewährte Praxis durch die willkürliche Setzung einer Standardnorm verändert werden soll. Eine Öffnung des DCI-Standards zugunsten technisch gleichwertiger, an den Anforderungen und Möglichkeiten der jeweiligen Kinos ausgerichteter und ungleich preiswerterer Lösungen würde erhebliche finanzielle Spielräume für die flächendeckende Digitalisierung des Kinos und die entsprechenden Unterhalts- und Upgrade-Kosten eröffnen. Nur so können die in den vergangenen Jahren immer wieder beschworenen neuen Möglichkeiten des Digitalen Kinos wirklich zur Entfaltung kommen – die Knebelung durch den von Hollywood vorgebenen DCI-Standard würde hingegen eine eindeutige Verschlechterung gegenüber dem analogen Kino zur Folge haben.

3. „Third-Party“-Modelle / Virtual Print Fee (VPF)
Die ersten Kinoketten haben bereits die DCI-Digitalisierung mithilfe von sogenannten „Third-Parties“ angekündigt –privaten Unternehmen, die sowohl in der Finanzierung der DCI-Digitalisierung wie auch in der technischen Dienstleistung engagiert sind. Soweit wir die bisherigen Geschäftsmodelle übersehen können, ist damit ein neuer Marktteilnehmer im Spiel, der im Nadelöhr des technischen Zugangs zur Kinoprojektion die Marktbedingungen wesentlich mitbestimmt. Nach den bisherigen Informationen ergeben sich dabei folgende schwerwiegende Probleme:

  • Die „Third Parties“ schließen nicht nur mit den jeweiligen Kinobetreibern Verträge zur DCI-Umrüstung und der entsprechenden Finanzierung, sondern auch mit den Verleihern, die ihre Filme dort zeigen wollen. Bereits jetzt ist abzusehen, dass die „Third Parties“ den Verleihfirmen unterschiedliche Angebote machen – auf unabhängige Verleiher mit weniger und weniger flächendeckenden Kinostarts werden dabei mit großer Wahrscheinlichkeit höhere Kosten zu erwarten haben. Zudem erhöht sich – durchaus im Interesse der „Third Parties“ – der Druck auf die Kinos, die Filme weniger lang einzusetzen, um mit dem nächsten Neustart wieder eine neue VPF einzunehmen. Nach unseren Informationen ist die Unterzeichnung einer Geheimhaltungsklausel Vorbedingung der Verhandlungen mit den bisher auf den Plan getretenen „Third Parties“. Eine Transparenz und flexible, an den jeweiligen Anforderungen ausgerichtete Handhabbarkeit, wie sie das analoge Kino durch Vereinbarungen zwischen Kino- und Verleihverbänden sowie rechtliche Vorgaben des FFG garantiert, ist hier nicht gegeben.
  • Frühere Modelle der Digitalisierung gingen davon aus, dass eine VPF (und damit der Finanzierungsanteil der Filmverleiher) einmalig pro Kopie fällig werden. Allein dieses Modell ist in der Praxis des Arthouse-Marktes gangbar. Nun sehen wir uns Bedingungen gegenüber, die eine VPF bei jedem Kino-Neueinsatz aufrufen: kürzere Einsätze in Programmkinos und die für das Arthouse-Segement essentiell wichtigen Einzel- und Sondervorstellungen wie Filmkunsttage oder Schulkino werden damit für Kino und Verleih mindestens unrentabel, vermutlich sogar wirtschaftlich unmöglich gemacht. Ein Abrücken von der einmalig pro Kopie fälligen VPF hätte damit verheerende Auswirkungen inbesondere auf den Arthouse- Markt.
  • Ungeklärt ist für uns die Kompatibilität der VPF mit den Richtlinien der Filmförderung, sowohl der nationalen durch die FFA wie der Regionalförderung. Gehören die erst in der Auswertung entstehenden, nicht seriös kalkulierbaren VPFs zu den abzugsfähigen Verleihvorkosten? Lassen sie sich als Regionaleffekt bei den regionalen Filmförderungen darstellen? Auch hier lässt die Praxis aus unserer Sicht nur das Modell einer einmaligen, vorab kalkulierbaren VPF zu. Bei jeder anderen Regelung werden auf der einen Seite erfolglose Kinostarts noch teurer, während bei veritablen Kinoerfolgen ein Teil des Gewinns von „Third Parties“ abgeschöpft wird, zulasten von Kinos, Verleihern und Filmproduzenten. Im Zusammenhang mit den „Third-Party“-Modellen ist aus unserer Sicht unbedingt sicherzustellen, dass Förderung nur bei Berücksichtigung der oben beschriebenen, für den Arthouse-Markt vitalen Kriterien gewährt wird, insbesondere bezüglich der VPF-Regelungen. Ebenso sollten umgehend das FFG bzw. die entsprechenden Richtlinien ein verbindliches Regelwerk für die sich durch die Digitalisierung des Kinos ergebenden Veränderungen insbesondere in Hinsicht auf kalkulierbare Filmherausbringungen vorgeben.

Es sei abschließend festgestellt, dass wir als unabhängige Filmverleiher der bevorstehenden Digitalisierung des Kinos weiterhin positiv gegenüberstehen und bereit sind, uns mit angemessenen Anteilen an ihrer Finanzierung zu beteiligen. Oberste Kriterien dabei sind die Beibehaltung des offenen, unbeschränkten Zugangs zu den Kinoprojektionen und die Bewahrung, möglichst den Ausbau der einzigartigen und vielfältigen deutschen Kino- und Filmlandschaft. Die derzeitige Entwicklung des digitalen Roll Outs stellt nach unserer festen Überzeugung aber im Gegenteil eine massive Bedrohung dieser Kino- und Filmlandschaft dar, deren Auswirkungen noch nicht ausreichend durchdacht und berücksichtigt wurden.

Für den Vorstand
Thomas Matlok (Pandora Film)
Torsten Frehse (Neue Visionen)
Hans-Chrstian Boese (Piffl medien)

Quelle: AG Verleih

Wes Craven beglückt uns mit einem neuen Serienkiller-Horrorfilm. Auch wenn Wes mit seinen mittlerweile 71 Jahren zum von ihm mit geprägtem Genre zurück kehrt, bleibt er aufgeschlossen für Neues und bringt „My Soul to take“ in 3D in die Kinos- Closer to Fear in 3D! Vielleicht steckt aber auch die Produktionsfirma dahinter, denn der Film wurde erst nachträglich in die stereoskopische Fassung konvertiert. Auch wenn es auf die Sorgfalt und das Ergebnis ankommt- grundsätzlich schade, lässt doch der Trailer viel Potential für einen S3D-Einsatz erkennen.

Die Handlung: Vor vielen Jahren verbreitete ein Serienkiller Angst und Schrecken im verschlafenen Städtchen Riverton, Massachusetts. 16 Jahre später scheinen Menschen erneut auf sehr mysteriöse Weise zu verschwinden. Nach und nach stellt sich heraus, dass es sich bei den potentiellen Opfern um sieben Kinder handelt, die am selben Tag geboren wurden, als der berüchtigte Riverton Ripper starb. Oder doch nicht? Die Teenager beginnen sich zu fragen, ob der Psychopath in einem von ihnen wiedergeboren wurde, oder ob er die fragliche Nacht entgegen dem allgemeinen Glauben nicht doch überlebt hat und nun wiedergekommen ist, um erneut zu töten.

US-Start ist der 8. Oktober 2010, ein deutscher Verleih und Starttermin steht noch nicht fest.

Bild © Rogue · Alle Rechte vorbehalten.

Der Meister des 3D-Films will es noch mal wissen! Ende August startet „AVATAR- Aufbruch nach Pandora“ weltweit als Extended ReRelease in den 3D-Kinos rund um den Globus. Grund genug um mit James Cameron über die Entwicklung des Films, seine Naturschutz-Tätigkeiten und die zusätzlich gezeigten Szenen zu reden. Für alle, die unbedingt nochmal in 3D auf Pandora reisen wollen, für diejenigen, die sich bisher dem Film verweigert haben oder jene, die AVATAR zuerst auf DVD entdeckt haben und nun bereit sind für das große 3D-Kinoerlebnis. Wie berichtet startet die erweiterte Fassung am 2. September 2010 in den deutschen 3D-Kinos, und zwar ausschließlich in den 3D-Kinos. Mit 9 Minuten zusätzlicher Szenen, auf die man im 2009-Release schweren Herzens verzichtete. Wir werden neue Spezies wie die Stingbats und die Sturmbeasts sehen, einen weiteren Teil der Liebesszene, mehr Actionsequenzen und Szenen im nächtlich leuchtenden Regenwald.

Hier das vollständige Interview mit James Cameron, geteilt in drei Clips:

Das Postfach glüht, die Briefträger in ganz Deutschland schwitzen. DigitaleLeinwand.de verschickt Anaglyph-3D-Brillen in die ganze Republik, damit ihr alle in den stereoskopischen Genuss der 3D-Kultklassiker von Alfred Hitchcock „Bei Anruf Mord“ und Jack Arnolds „Der Schrecken vom Amazonas“ am 28. August 2010 kommt. Der erste Schwung 3D-Brillen ist komplett vergriffen, aber DigitaleLeinwand.de hat euch nochmal hundert anaglyphe ARTE-3D-Brillen organisiert!

Wer noch nicht versorgt ist schickt einfach eine Mail an ARTE3D@digitaleleinwand.de und bekommt gleich zwei der Rot-Cyan-Anaglyphbrillen kostenlos nach Hause geschickt. Bitte in der Mail die Postadresse (und einen netten Gruß an mich) nicht vergessen! Auch diesmal gilt: so lange der Vorrat reicht!

Mehr Informationen über den ARTE 3D-Tag gibt es in diesem Artikel oder direkt bei ARTE.

Seit letzter Woche liefern sich Katzen und Hunde die Fortsetung ihrer unerbitterlichen Schlacht um die Vorherrschaft der Welt und der Beherrschung ihrer Dosenöffner. „Cats and Dogs: Die Rache der Kitty Kahlohr“ von Brad Peyton bringt die knuddeligen und gerissene Agenten erstmals in S3D auf die Leinwand. Und die ersten fünf Minuten des Abenteuers könnt ihr nun zum Einstimmen exklusiv auf DigitaleLeinwand.de sehen!

Kitty Kahlohr, ehemalige Agentin der Spionageorganisation MEOWS, ist längst zum Schurkenkätzchen mutiert und verfolgt einen teuflischen Plan: Sie will nicht nur ihre Erzfeinde, die Hunde, unterwerfen, sondern ihre ehemaligen Katzenkameraden gleich mit. Und die ganze Welt soll ihr Kratzbaum werden! Im Angesicht dieser fauchenden Bedrohung sehen Katzen und Hunde keinen anderen Ausweg mehr, als erstmals in ihrer Geschichte zusammenzuarbeiten, um sich – und ihre Herrchen – zu retten. „Cats & Dogs: Die Rache der Kitty Kahlohr“ ist ein 3D-Abenteuer, das aufwändige Special Effects mit Live-Action und Computeranimation verbindet.

Hier fliegen nicht nur die Fetzen, sondern erst recht die Felle! Aber seht selbst:

[flv]https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/digitaleleinwand-media/Cats%20and%20Dogs%20-%20Die%20Rache%20der%20Kitty%20Kahlohr.flv[/flv]

Lust auf mehr? „Cats and Dogs- die Rache der Kitty Kahlohr“ von Warner Bros. läuft deutschlandweit in den 3D-Kinos!

Vom 3. bis 8. September 2010 öffnet die weltgrößte Unterhaltungs- und Haushaltselektronik-Messe IFA in Berlin zum 50. Mal seine Pforten. Diesmal unter dem Thema „3D your world„. Und die Ausstellerflächen sind alle bis auf den letzten Zentimeter ausgebucht.

Auch Panasonic als eines der führenden Unternehmen in der 3D-Technologie stellt auf seinem Stand in Halle 5.2 a/b sein umfassendes 3D Konzept vor. So baut der japanische Elektronikhersteller beispielsweise sein Camcorder-Sortiment weiter aus und bringt mit dem HDC-SDT750 den ersten 3D Camcorder für den Endverbraucher auf den Markt. Damit können erstmals nun auch Hobby-Videofilmer 3D Inhalte für den Hausgebrauch aufnehmen. Die 3D Produktpalette des japanischen Elektronikherstellers reicht damit von professionellen 3D Camcordern wie dem AG-3DA1 zur Erstellung von 3D-Videoinhalten über 3D-Authoring und Encoding Einrichtungen, wie den Panasonic Hollywood Laboratories, bis hin zu revolutionären 3D VIERA Flachbildfernsehern und Blu-ray Playern. Diese geben die HD 3D Inhalte in unerreichter Bildqualität in den eigenen vier Wänden wieder.

Ein Highlight auf dem Panasonic Stand wird eine beeindruckende Wand aus einzelnen 3D-Displays mit Bildschirmdiagonalen von bis zu 152 Zoll (386 cm) sein. Zusätzlich wird ein 152 Zoll 3D Kino den Besuchern ein unvergessliches Erlebnis der dritten Dimension vermitteln und die fantastische Panasonic Bildqualität unterstreichen. Um die umfassenden Möglichkeiten zu demonstrieren, die die Panasonic 3D Camcorder und Flachbildfernseher dem Endverbraucher eröffnen, bietet Panasonic den Besuchern des Messestandes die Möglichkeit, vor Ort selbst kurze 3D Filme zu drehen. Zudem werden professionelle 3D Camcorder bei Live-Filmaufnahmen und in der Postproduktion in Aktion gezeigt. Außerdem präsentiert Panasonic das gesamte Line-up an stylischen VIERA 3D Flachbildfernsehern und neue audiovisuelle 3D Produkte für zu Hause.

Seine breite Produktpalette an VIERA Plasma- und LCD-Flachbildfernsehern von 19 (48 cm) bis 65 Zoll (165 cm) zeigt Panasonic ebenfalls in Berlin. Das 3DTV Portfolio wird sogar erweitert. Die Full HD 3D Fernseher von Panasonic kombinieren die NeoPDP Technologie mit Hochleistungs-3D-Verarbeitung. Zusätzlich zu den Produkten für Endverbraucher werden Besucher des Panasonic Stands auch die professionellen 3D-Plasma Displays in 85 (216 cm), 103 (262 cm) und 152 Zoll (386 cm) im Einsatz erleben.

Tageskarten für die IFA gibt es ab 11 €. Mehr Informationen auf der offiziellen Webseite www.ifa-berlin.de.


Quelle: Panasonic Deutschland

Gestern lief der Trailer bereits in der Preview von Der kleine Nick, heute schickt Warner Bros. das deutsche Hauptplakat für Zacks Snyders ersten Kinderfilm „Die Legende der Wächter“. Die Verfilmung der Bücher von Kathryn Lasky um kämpfende Eulen aller Arten ist gleichzeitig Snyders erster stereoskopischer 3D-Film. Ein Teaserplakat hatten wir bereits gesehen, dass als Motiv derzeit für Sharps 3DTVs im Einsatz ist. Mit acht Charakterpostern wurden die Hauptfiguren des Films vorgestellt.

Hier nun das Hauptplakat für „Legende der Wächter“:

Übrigens gibt es auch bei diesem Warner-Film einen Looney-Toons 3D-Kurzfilm im Vorprogramm: „Fur of Flying“, zu Deutsch: „Der rabiate Rotor“. Per Post bestellt Wile E. Coyote etliche Produkte, aus denen er sich selbst einen Hubschrauber-Helm bastelt. Damit saust er durch die Luft und über die Steilküste, um den Road Runner diesmal ganz sicher zu erwischen … wobei er sich vom militärischen Testgelände besser fernhalten sollte.

Bild © Warner Bros. · Alle Rechte vorbehalten.

Die Forscher vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI in Berlin haben bereits mit dem verlustfreien Videokompressions-Format H.264/AVC den Maßstab für HD-Filme entwickelt. Nun präsentiert das HHI mit MVC ein Videoformat, das trotz Kompression die hochauflösende Qualität von 3D-Filmen erhält und dennoch die Datenmenge deutlich reduziert. Damit schaffen sie die Grundlage für 3D-Film-Übertragungen via Internet- oder Satellitenverbindung. Zusätzlich ermöglicht das MVC-Format einen Container für Multi-Views-Informationen.

Gerade Videos im Internet müssen schnell laden, damit der Zuschauer den Film unterbrechungsfrei ansehen kann. „Mit MVC werden die zwei Bilder, die für den stereoskopischen 3D-Effekt nötig sind, so zusammengepackt, dass die Bitrate des Films deutlich verringert wird“, erklärt Thomas Schierl, Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI in Berlin. Bis zu 40 Prozent kleiner sind diese 3D-Filme. Schierl und seine Kollegen arbeiten daran, den Codec auch für die Fernsehübertragung vom Satelliten oder den Internetstream zu etablieren. „Die neuen Fernseher werden zunächst 3D-Filme nur von der Blu-ray Disc abspielen, die jetzt auch in der dritten Dimension kommt. Der nächste Schritt 3D ins Wohnzimmer zu bringen, soll über Broadcast-Kanäle oder IPTV-Kanäle möglich werden, die über DSL oder Kabel laufen.“

Das dreidimensionale Filmerlebnis im Wohnzimmer soll künftig auch ohne 3D-Brille möglich werden. Das MVC-Format verfügt über die technischen Möglichkeiten, mehrere Aufnahmen, Views genannt, zu kodieren und zu komprimieren. Denn jeder Mitgucker auf dem Sofa hat einen unterschiedlichen Blickwinkel und braucht daher bei hat bei autostereoskopischen Displays eine separate Ansicht, sozusagen einen „eigenen“ 3D-Film für seinen individuellen Sitzplatz. MVC fasst alle diese Views in einer kompakten Datei zusammen – ein Empfänger in Form einer Settop-Box dekodiert diese Informationen und gibt sie an den Fernseher weiter. 

Auch auf älteren Fernsehern und Settop-Boxen werden sich die MVC-kodierten Filme abspielen lassen. Schierl erklärt das Verfahren: „Die erste View entspricht dem Signal, das der existierende Fernseher empfangen kann und die zweite Ansicht würde man im gleichen Strom verstecken, so dass nur die neuen Empfänger diese nutzen können, für die älteren Geräte bleibt sie unsichtbar.“ Das ist besonders für Filmverleiher und Fernsehsender interessant, da sie sich um die Kompatiblität nicht kümmern müssen. Und auch Mobilfunker und Handyhersteller können mit MVC auf den 3D-Zug aufspringen. Mittlerweiler gibt es schon Displays in Handygröße, die einen guten 3D-Eindruck zulassen. 

Wie der MVC-Codec bei einer DVB-S2 Satelliten-Fernsehübertragung funktioniert, zeigen die Experten des HHI vom 10. bis 14. September 2010 auf der IBC in Amsterdam (Halle 8, Stand C81).

Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft